Erinnerungskultur

Man ahnt nicht, wie viele für die Weltgeschichte bedeutende Orte es in Potsdam, und ganz speziell rund um dem Havelkilometer 27 im Tiefen See gibt - selbst gebürtige Potsdamer, die unser Stück gesehen haben, waren davon beeindruckt: "Oben auf dem Deck die vielen historischen Orte so mitzubekommen, das war spitze! Eine gute Sache."

Wir stellen hier einige der Orte, die wir auch im Stück erwähnen vor. Auch hier gilt: Wenn Ihr/Sie weitere Vorschläge habt, freuen wir uns sehr über Hinweise und ergänzen sie gerne!

Bei der Stückentwicklung haben wir uns leiten lassen von den Gedanken der Wissenschaftlerin Aleida Assmann, die in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde. Hier die wesentlichen Gedanken:

Aus dem Theaterstück: Toncollage "Das Grundgesetz / Zitate aus Aleida Assmann: Auf dem Weg zu einer europäischen Erinnerungskultur"

 

"Da der Wert der Menschenwürde aus der äußersten Vernichtung der Menschenwürde gewonnen wurde, bleib die positive Geltung dieses Wertes an seine negative Genese gebunden. Es gilt aber auch für die Traumata des Krieges und des Nachkriegs, denn die gemeinsame Erinnerung an eine Gewaltgeschichte ist die wirksamste Methode, um die Voraussetzungen, die sie möglich gemacht haben, zu überwinden. Vergangenheit und Zukunft sind, wie wir inzwischen an vielen historischen Beispielen gelernt haben, aufs Engste miteinander verbunden, denn eine unaufgearbeitete Verbrechensgeschichte unterminiert den Weg in die Demokratie." (Aleida Assmann: Auf dem Weg zu einer europäischen Erinnerungskultur, Wien 2012, Seite 69)